Register Switching: Formal vs. Colloquial English
Registerwechsel: formelles vs. umgangssprachliches Englisch
Das Englische markiert den Wechsel zwischen formellem und umgangssprachlichem Register vor allem über Wortwahl und Kontraktionen, nicht über Grammatik. Das Deutsche verfügt zusätzlich mit der Sie/du-Unterscheidung über ein grammatisches Höflichkeitssystem, für das das heutige Englisch mit seinem einen einzigen you keine Entsprechung mehr besitzt.
Grammar Comparison
Grammatikvergleich
Sie/du-Unterscheidung im Deutschen vs. das eine englische you
Could you help me with this, please? (gesagt zu einer fremden Person, dem Chef oder einem engen Freund – identischer Wortlaut)
Könnten Sie mir bitte damit helfen? (formell) / Könntest du mir bitte damit helfen? (informell)
Das heutige Englische verwendet für jede angesprochene Person dasselbe Pronomen you, unabhängig von sozialer Distanz oder Höflichkeit; Formalität muss dort also vollständig über andere Mittel signalisiert werden – Wortwahl, Modalverben (could statt can), Höflichkeitspartikel wie please, Satzlänge. Das Deutsche zwingt dagegen bei jeder Anrede zu einer grammatischen Entscheidung zwischen Sie (formell, mit Verbform der 3. Person Plural) und du (informell, mit Verbform der 2. Person Singular), fest verankert schon in der Verbendung selbst (Könnten Sie vs. Könntest du). Deutschsprachige Englischlernende sollten daher nicht nach einem grammatischen Formalitätsmarker im Englischen suchen, sondern lernen, Formalität allein über Wortwahl und Modalverben zu steuern.
Kontraktionen und umgangssprachliche Verkürzungen (gonna, wanna) vs. deutsche Umgangssprache
I'm gonna call you later. (umgangssprachlich) vs. I am going to call you later. (formell/neutral)
Ich ruf dich später an. (umgangssprachlich) vs. Ich werde dich später anrufen. (formell)
Das umgangssprachliche Englisch verschriftlicht die Aussprache regelrecht in eigenen Kontraktionsformen (gonna, wanna, gotta, ain't), die im formellen Schreiben komplett vermieden und dort sogar als fehlerhaft empfunden werden – eine eigene, klar sichtbare Registermarkierung. Das umgangssprachliche Deutsche markiert Informalität dagegen eher durch Auslassung (Wegfall des Pronomens ich), verschmolzene Präpositionen mit Artikel (aufs, ins, zum) und Modalpartikeln (doch, halt, eben) statt durch eine eigene Lautschrift des Verbs. Beide Sprachen unterscheiden also formell und informell im Alltag, aber das Englische markiert dies vor allem durch verkürzte Verbformen, das Deutsche eher durch Auslassung und Partikeln.
Vocabulary
Wortschatz
- German
- das formelle Register
- German
- umgangssprachlich
- German
- eine höfliche Bitte
- German
- ein Fremder / eine Fremde
- German
- der Smalltalk / die Plauderei
- German
- jemanden ansprechen / anreden
- German
- die Umgangssprache
- German
- ein Vorstellungsgespräch
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